Spuren des Wandels – Stimmen aus Wahn

Wahn hat sich verändert.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist im Stadtteil vieles neu entstanden: Häuser, Wege, Nachbarschaften. Gleichzeitig leben hier Menschen, die Wahn schon sehr lange kennen und den Wandel aus eigener Erfahrung miterlebt haben.

Manche Geschichten werden mit der Zeit leiser. Diese Ausstellung gibt ihnen Raum, gehört zu werden. In persönlichen Erzählungen berichten Bewohnerinnen vom Leben in Wahn, von Erinnerungen, Veränderungen und dem, was der Stadtteil für sie bedeutet. Die Geschichten werden hörbar und bewahren ein Stück Stadtteilgeschichte.


Margret

Margret nimmt uns in diesem Interview mit auf eine Reise durch ihr Leben in Wahn, geprägt von schönen, lustigen und auch traurigen Zeiten. Sie erinnert sich an die einfachen Jahre, wenig Geld, die Pfarrjugend und die Jugendgruppe, an die Clique von Jungen und Mädchen, mit der sie viel Spaß hatte, und an die 70 Jahre im Kirchenchor.

Sie berichtet von ihrem täglichen Fußmarsch zur Schule, klassischen Lehrerinnen mit strengen Regeln und von ihrem Lieblingslehrer, der ihr beim Wandern vom Horizont erzählte.

Erinnerungen an durchtanzte Nächte, ihre große Liebe und eigene Familie, deren Haus der offenen Tür, wo jede*r willkommen ist, prägen ihr Bild von Wahn. Ebenso betont sie die Bedeutung von Wertschätzung und Liebe den Mitmenschen gegenüber.

Im Pfarrgarten mit Pastor Döveling
„da waren se weg, die Bayern.“


Dame aus Wahn

In diesem Interview erzählt eine Dame von ihrem Ankommen in Wahn und davon, wie die Liebe sie hierherführte.

Sie schildert die damalige Stimmung in der Nachbarschaft und wie man in den Gaststätten Fuß fassen konnte. Außerdem teilt sie ihre persönliche Geschichte in Wahn, berichtet von ihrem Haus und den besonderen Vormieterinnen, von Lachern und Geselligkeit, aber auch von Veränderungen im Ort.

Dabei spricht sie über den Wunsch nach mehr Kommunikation, den Einfluss der Medien, das viele Nachdenken und richtet ihre Gedanken schließlich an die kommenden Generationen.


Waltraud

Waltraud erzählt in diesem Interview von ihrem Weg nach Wahn und davon, wie sie sich mit viel Einsatz ein eigenes Zuhause aufgebaut hat.

Sie erinnert sich an die Zeit mit dem Kaplan und an ein Wahn, in dem viele der heutigen Häuser noch nicht standen und man von der Kirche bis zur Kapelle schauen konnte. Die baulichen Veränderungen im Ort hat sie über die Jahre intensiv miterlebt.

Sie spricht über das Gemeindeleben mit dem Karnevalszug am Samstag und dem jährlichen Pfarrfest und darüber, wie sehr sie die kleinen Geschäfte von früher vermisst. In ihren Erinnerungen tauchen auch skurrile Ereignisse am Scheuerteich und besondere, teils ungewöhnliche Willkommensgrüße in Wahn auf. Aus ihren Erfahrungen heraus wird deutlich, was sie Menschen rät, die hier leben: offen zu sein, auf andere zuzugehen, sich einzubringen und einfach mitzumachen.


Gonda

Gonda teilt in diesem Interview die Geschichte ihres besonderen Namens und wie ihr Lebensweg sie nach Wahn führte. Sie erzählt von der Geschichte mancher Orte in Wahn: von der Straßenbahn, der Kaserne und dem, was es früher hier gab und heute nicht mehr gibt.

Sie spricht über Musik, ihre Orgelzeit in der Wahner Kirche, ihre Kontakte in der Nachbarschaft und das turbulente Leben Zuhause. Sie erinnert sich an Gäst*innen aus der ganzen Welt, von Alaska bis Neuseeland, und an bekannte Gesichter, die inzwischen verschwunden sind. Und erzählt auch von ihrem Übergang in ihrem Leben in Wahn und was sie heute noch braucht.

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